Etappe 3.1: Helsinki – Bodo

Etappe 3.1: Helsinki – Bodo

2. August - 10. August, Kilometer 4345,4 - 8271,1

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Teil 1: Helsinki – Umea

Nachdem sich Celestino durch die Sicherheitsschleuse im Helsinkier FLughafen verabschiedet hat und ich nun auf Ruths Ankunft warte, nutze ich die Zeit um den Reisebericht zu aktualisieren. Als Sie ankommt machen wir uns gleich auf den Weg zum CP in Helsinki und lassen es uns am Strand gut gehen, bevor wir uns die Innenstadt anschauen. Für eine Bootsrundfahrt oder einen Museumsbesuch reicht die Zeit leider nicht mehr, da wir bereits am Sonntag Morgen Richtung Turku aufbrechen müssen. Fest steht allerdings, dass es sicherlich nicht der letzte Aufenthalt in Helsinki gewesen sein wird. Bei Kaiserwetter machen wir uns am Sonntagvormittag auf den Weg nach Turku. Da das Schärenmeer auf dem Weg liegt, nehmen wir uns die Zeit, um einige Punkte anzufahren, die Celestino und ich zwei Tage zuvor als sehenswert qualifiziert hatten. Nachdem wir uns im Turkuer Cafe Torget eine Pizza gegönnt haben, entscheiden wir schon an diesem Abend, anstatt am nächsten Morgen, mit der letzten Fähre nach Stockholm zu fahren.
Da wir Stockholm von einem Wochenendtrip 2012 in Bester Erinnerung haben, lassen wir diese Traumstadt links liegen und fahren direkt Uppsala durch. Dort machen wir eine kleine Stadtbesichtigung und frühstücken im Schlosspark. Ziel für diesen Tag ist der Campingplatz in Härnösand, der äußsert schön an einem See gelegen ist.
Frisch ausgeschlafen machen wir uns auf den Weg Richtung Norden. Als erstes Highlight überqueren wir die von einer beeindruckenden Kulisse umgebenen Högakustenbrücke. Unterwegs machen wir Pause in Europas zweiter Kulturhauptstadt Umea, wo eine junge Band gerade ein Open Air Konzert im Stadtpark zum Besten gibt. Genächtigt wird auf dem CP Fiskcamp in Jävrebodarna, wo wir am Lagerfeuer einen Lachs nach Mikkeliart kredenzen.

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Teil 2: Umea – Nordkapp

Am Mittwoch Morgen beginnt eine lange Fahrt durch Lappland. Ziel ist Rovaniemi in Finnland, wo wir einen schönen Campingplatz an einem Fluß finden. Tags darauf besichtigen wir in der Stadt das Arktikum, das ein einem Gebäude von Alvar Aalto untergebracht ist. Santa Claus Village, die Heimat vom Weihnachtsmann, liegt nur einige Kilometer nördlich und direkt auf dem Nordpolarkreis. Selbstverständlich ist das Grund genug um Halt zu machen und sich bei 27°C mit Weihnachtsmusik beschallen zu lassen. In einem der vielen Souvenirshops schreiben wir in besinnlicher Atmosphäre Postkarten. Anschließend geht es durch eine immer karger werdende Landschaft nach Ivalo am Inarisee, dem heiligen See der Samen, wo wir einen tollen Sonnenuntergang geboten bekommen.
Tags darauf besichtigen wir in der Stadt Inari das Samenmuseum Siida und der weitere Weg führt uns atemberaubende Landschaften durch Lapplands Norden, wo die Rentiere und Schafe völlig unbeeindruckt vom Straßenverkehr ihr Leben genießen können und sich hier und da eine Pause gönnen. Den nächsten Halt machen wir in Norwegen im Stabbursnes Naturreservat, da mit einem bilderbuchartigen Regenbogen ein schönes Fotomotiv lockt. Die letzte Station vor dem Nordkapp ist Kirkeporten, der nördlichste CP Europas. Bei Sprühregen und 8°C nehmen wir das Angebot der gemütlichen und warmen Gemeinschaftsküche gerne entgegen. Am Abend stoßen noch einige Italiener hinzu, die mit ihren Cinquecentos eine Nordkapprally machen. So wie Sie zu später Stunden ins Bett sind (laut) geht es am nächsten Morgen auch weiter. Die Kommunikation findet bereits ab 5:30h so laut wie möglich über den ganzen CP hinweg statt und so stehen wir um 6h morgens entnervt auf und brechen durch dichten Nebel zum Nordkapp auf. Anfänglich sehen wir von diesem allerdings nicht allzuviel da der Nebel eher zu- als abnimmt, weshalb wir uns die Souvenirshops und Informationsangebote anschauen. Als wir gegen 10h wieder an die frische Luft gehen ist herrliches Wetter und wir haben eine fantastische Aussicht auf die Barentsee und auf Knivskjellodden, den nördlichsten Punkt Europas. Mittlerweile ist das Nordkapp bereits von Touristenströmen überflutet und wir nehmen es den italienischen Rennfahrern doch nicht mehr ganz so krumm, dass die mediterrane Kommunikationsweise auch im hohen Norden praktiziert wird.

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Teil 3: Nordkapp – Tromso

Vom Nordkapp aus führt uns die Tour nach Alta. Unterwegs werden wir immer wieder von malerischen Felsküsten und Traumstränden, wie man sie eigentlich nur an der Südsee vermuten würde, zu Zwischenstopps für Spaziergänge und Fotosessions verführt. Bei einem dieser Ausflüge geht ungeschickterweise das USB-Kabel der Kamera verloren, was ich erst bemerke, als ich die neuen Fotos auf mein Notebook übertragen möchte. Den Tränen nahe bekomme ich von einem rührend, verständnisvollen MegaCOOP-Mitarbeiter ein solches Kabel ausgehändigt, so dass ich wieder ans Werk kann. Anschließend geht es weiter nach Tromsø. Eines der vielen Schlaglöcher scheint dem Camper zu viel zu sein. Kurz vor dem Ziel gibt der Wagen, zunächst nur im 6. Gang, sporadisch polternde Geräusche von sich. Wir machen Halt an einem Bach, der der Temperatur nach das Schmelzwasser der umliegenden Berge abzuführen scheint. Ein Bad in dem Fluss kommt für uns somit leider nicht in Frage. Am Sonntag erreichen wirkurz nach dem Frühstück Tromsø

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Etappe 2: Riga – Helsinki

Etappe 2: Riga – Helsinki

 

Etappe 2: Riga – Helsinki

23. Juli - 1. August, Kilometer 2592,5 - 4345,4

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Teil 1: Riga – Tallinn

Am Dienstag Abend stößt Celestino zu uns. Da sein Flug Verspätung hat, brechen wir zu einer mitternächtlichen Stadtführung auf. Am Ende finden wir sogar noch eine offene Kneipe (Cuba Bar), in der wir einen Absacker zu uns nehmen. Am nächsten Morgen machen wir einen Großeinkauf um unsere Vorräte aufzufüllen, da die Lebensmittelpreise in Finnland recht hoch sind und fahren nach Tallinn. Wir kommen gegen 18h an und so reicht uns die Zeit aus, um das mittelalterliche Stadtzentrum anzuschauen. Die Nacht verbringen wir auf einem Parkplatz am Hafen, da wir am nächsten Morgen um halb sechs auf die Fähre müssen.

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Teil 2: Tallinn – Helsinki

Tatsächlich reihen wir uns pünktlich in die noch kurze Autoschlange vor der Fähre ein. So können wir noch gemütlich Frühstücken und uns einen schönen Platz auf Deck sichern. Die angenehme Ruhe wird hin und wieder von ein paar Moskauer Dinamo-Fans gestört, die mit urigen Lauten auf sich hinweisen. Glücklicherweise können auch die Russen nicht gleichzeitig schlucken und singen, so freut es die meisten Leute, dass sie ihre Biervorräte in Angriff nehmen.
Nach ca. 2h passieren wir die Suomenlinna-Festung und erreichen wenige Minuten später den helsinkier Hafen. Der Campingplatz Rastila ist zwar 10km vom Zentrum entfernt, aber gut per Metro und Bus an die City angebunden.
Den ersten Tag verbringen wir bei Kaiserwetter hauptsächlich am CP-Strand, spielen wahlweise Beachtennis oder holen Schlaf nach. Gegen 18h besorgt Celestino 2 Helsinki Cards und wir machen eine Bootsfahrt durch die vorgelagerten Schäreninseln. Anschließend schlendern wir durch die Stadt und schauen uns die Uspenski Kathedrale, sowie den Senatsplatz an. Abschließend setzen wir uns in den gut gefüllten Esplanadi Esplanadparken und beobachten das abendliche Treiben…
Am zweiten Tag ist Sightseeing angesagt. Wir besuchen das Museum der modernen Künste, genannt Kiiasma, das Nationalmuseum, die Finlandia-Halle und die Felsenkirche. Nach einer kurzen Pause am CP-Strand brechen wir nochmal auf um das Helsikier Nachtleben kennen zu lernen. Ein Konzert im Club Ääniwalli, ein Abstecher in den Irish Pub (nicht zu empfehlen) und in die M-Bar stehen auf dem Plan.

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Teil 3: Helsinki – Savonlinna – Turku – Helsinki

Am Samstag Morgen bringen wir Julian in gewohnter, allmorgendlicher Frische zum Flughafen und fahren dann weiter nach Juva. Auf halber Strecke machen wir Halt in einem kleinen Ort, der eine Art Freilichtmuseum für altertümliche Lebensweisen ist. In Juva angekommen reicht es noch für ein Abendessen und ein paar Nachtaufnahmen ehe es uns ins Bett verschlägt.
Den Sonntag verbringen auf dem Wasser und machen eine Kanutour. Auf den Seen ist es sehr angenehm. Die Sonne scheint, daß Wasser ist ruhig und wir kommen schnell voran. Die engen Kanäle zwischen den Seen erweisen sich als anspruchsvoll, da man während des Paddelns durch die engen Kurven ständig damit beschäftigt ist die plagenden Mücken loszuwerden. Nach 8h sehen wir zwar aus wie Streuselkuchen, sind uns aber einig, dass wir in den nächsten Tagen noch eine Tour machen wollen.
Am Montag schauen wir uns die Burg in Savonlinna an und gönnen uns auf dem und Markt einen leckeren Lörtsy, eine Art platt gewälzt Berliner. Die Kerimäki Holzkirche liegt auf dem Weg nach Mikkeli wo wir die nächste Nacht verbringen. Dort kredenzen wir das bisherige kulinarische Highlight: eine im Bratschlauch gegrillte Lachsseite mit Kartoffeln aus der Glut.

Dienstag geht es weiter nach Turku. Es gewittert als gäbe es kein Morgen und uns fällt auf wie entspannt die Finnen mit der Situation umgehen. Der Verkehr fließt weiterhin mit 80 km/h. Wir Lassen die Stadt links liegen und kommen gegen 19h am CP Ruissalo an. In den nächsten Tagen geht es 2x mit der Turku-Card in die Stadt, wo wir den Dom die Burg anschauen und Am Fluss Aurajoki entlangschlendern.
Am Freitag verlassen wir Turku, um das sogenannte Schärenmeer zu erkunden, was mit dem Auto bestens funktioniert, da die Fährverbindungen größtenteils gratis sind. Am letzten Abend vor Celestinos Abreise nächtigen wir auf dem Campingplatz Solliden bei Pargas.

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